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LEISTUNGEN



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Sport und Gesundheit

Immer wieder erscheinen Artikel, die auf die Gefahren des Sports hinweisen. Alle möglichen Verletzungen werden hier genannt - und man denkt sich oft, nachdem man die Frühstückszeitung gelesen hat, dass man den Morgenlauf doch besser bleiben lassen sollte.

Von den Autoren dieser Artikel wird aber vergessen, dass hunderttausende Menschen in Österreich Sport machen, und damit ihre Lebensqualität drastisch verbessern. Bis zu drei Millionen Österreicher laufen zumindest gelegentlich... Wofür das alles??? Die Gefahr von Verletzungen besteht, oder????

Als Sportarzt und Chirurg bin ich natürlich mit gerade jenen Patienten konfrontiert, die sich beim Sport verletzt haben, daher meine Antwort:

Ja, man kann sich verletzen wenn man Sport betreibt - aber es müssen ja nicht unbedingt Hochrisikosportarten wie Base Jumping oder ähnliches sein. Und vor allem gilt:

Wer regelmäßig Sport betreibt, fühlt sich besser, bleibt länger gesund und sieht besser aus.

Wer regelmäßig Sport betreibt, verliert Übergewicht und senkt das Risiko für:

  • Bluthochdruck um 50%
  • Herzinfarkt um 60%
  • Zuckerkrankheit (Diabetes) um 50%
  • Schlaganfall um 40%
  • Krebserkrankungen um 50%
  • Osteoporose um 80%

Was bedeutet nun regelmäßiger Sport? Zumindest 3x die Woche für mindestens 40 Minuten Bewegung machen, mit einer Herzfrequenz von 90 Schlägen und darüber. Und wie das Wort regelmäßig schon sagt, sollte man den Sport auch konsequent Woche für Woche und Monat für Monat durchführen. Allerdings sind schon 10 Minuten am Tag besser als gar kein Sport...

Regelmäßiger Sport bewirkt Zunahme/Verbesserung der:

  • Muskelmasse
  • Knochendichte
  • Durchblutung
  • Energiemetabolismus
  • cardiovasculären Fitness
  • generellen funktionellen Kapazität und Koordination

Auch ältere Menschen sollten regelmäßigen Sport, wie Wandern, Nordic Walking, Radfahren etc durchführen, das führt zu einer signifikanten Erhöhung der:

  • Bewahrung der Unabhängigkeit
  • verbesserte physische Aktivität
  • Teilnahme an gewohnten Tätigkeiten des täglichen Lebens
  • Und einer deutlich verbesserten Lebensqualität!!!!!

Was ist nun generell zu beachten???

Gesundheit:
Um Gesundheitsschäden zu vermeiden, sollte man sich schon vor dem Trainingsbeginn einer internistisch-sportärztlichen Untersuchung unterziehen. Ein Belastungs-EKG ist jedem potentiellen Läufer mit einem Alter über 30 Jahren zu empfehlen, der die letzten Jahre nichts getan hat, und nun mit einem intensiven Lauftraining beginnen möchte. Prinzipiell sollte man sich unbedingt auch dann untersuchen lassen, wenn man jünger ist sich aber generell nicht fit und gesund fühlt. Bei Übergewicht, sollte man an eine Gewichtsreduktion denken, um eine Überlastung der Gelenke zu vermeiden. Man muss sich vorstellen, dass bei jedem Laufsprung Belastungen bis zum 3-fachen Körpergewicht auf Knie- und Sprunggelenke kommen. Da man aber vor allem durch regelmäßige Bewegung abnimmt, sollte man zuerst mit dem Radfahren, ev. auch mit Nordic Walking beginnen...

Dehnen:
Auch wenn leider in letzter Zeit Kommentare durch die Gazetten geistern, dass Dehnen vor und nach dem Sport unwichtig wäre, ist dies leider falsch. Hier wurde eine einzige Studie als Beweis genommen - und alle anderen Studien, die die positiven Auswirkungen des Dehnens beschrieben haben, wurden nicht berücksichtigt. Die Wahrheit ist, dass man vor dem Laufen locker aufwärmen sollte. Dann kommen Dehnungsübungen, die das Verletzungsrisiko und die Gefahr von Überlastungsschäden deutlich verringern. Nach dem Laufen sollte man ebenfalls konsequent dehnen, um Muskelverkürzungen zu verhindern. Weiters sollte man vor oder nach dem Laufen Aufbauübungen für Bauch- und Rückenmuskulatur machen.

Es ist auch wichtig klein zu beginnen. Es hat keinen Sinn sich eine grosse Radtour vorzunehmen - oder eine lange Wanderung und man hat die letzten Jahre so gar keine Bewegung gemacht. Da verliert man sofort wieder den Spass daran, wenn man nach zwei Stunden nicht mehr weiter kann - oder nach dem ersten mal Sport so fertig ist, dass man sich drei Tage kaum bewegen kann. Also klein anfangen und sich langsam steigern. Es ist nur wichtig, dass man endlich den inneren Schweinhund überwindet - und das schöne Wetter dazu nutzt draussen zu sein.

Hören Sie auf Ihren Körper wenn etwas weh tut. Machen Sie eine Pause, wenn ein Muskel beleidigt ist. Sollten die Schmerzen so stark werden, dass sie nicht laufen können - oder nach dem Sport starke Schmerzen auftreten, sollten Sie einen Sportarzt aufsuchen.

Was tun bei Verletzungen? Beachten Sie die P.E.C.H. Regel !!!

Die P.E.C.H.-Regel verhindert weitere Schäden:

  • P steht für Pause. Das heißt: Nicht die Zähne zusammenbeißen und weitermachen, sondern sofort mit dem Sport aufhören. Der verletzte oder schmerzende Körperteil sollte ruhig gestellt werden.
  • E steht für Eis. Die betroffene Stelle umgehend mit Eis, fließendem kaltem Wasser oder einem kalten Umschlag (z. B. Coldpack aus der Apotheke) behandeln. Kälte reduziert Blutungen und Schwellungen. Kältepackungen jedoch niemals direkt auf die Haut legen, sondern die betroffene Stelle mit einem Tuch abdecken. Vorsicht: Bei offenen Wunden keine Kälte anwenden!
  • C steht für Compression. Das Anlegen eines festen Verbandes mit einer elastischen Binde ist der nächste Schritt, am besten um einen kalten Umschlag herum. So werden große Blutergüsse vermieden. Achten Sie darauf, die Binde nicht zu fest zu ziehen. Verbinden, nicht abbinden!
  • H steht für Hochlagerung. Dadurch wird die Blutzufuhr verringert. Flüssigkeit, die aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe ausgetreten ist, wird leichter abtransportiert. Das führt dazu, dass sich die Schwellung und die damit verbundenen Schmerzen vermindern.

Sport und Ozon:

Der sommerlichen Sportleidenschaft können Sie unbesorgt frönen, wenn die Ozonkonzentration 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft (angegeben als µg/m3) nicht überschreitet. Ozon-Sensible wie Allergiker, Asthmatiker und Menschen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauferkrankungen sollten jedoch schon ab 150 µg/m3 auf die sportliche Bremse treten.

Steigt die Ozonkonzentration über die Marke von 180 µg/m3, sinkt die körperliche Leistungsfähigkeit durch die Verschlechterung der Lungenfunktion. Auf intensive oder lange Ausdauereinheiten sollte Sie jetzt verzichten - auch wenn Sie sich noch wohl fühlen und keinerlei Beschwerden bemerken.

Ab 360 µg/m3 gilt ein Sportverbot - zumindest an der vermeintlich "frischen" Luft. Sie möchten auf Ihr Sportpensum nicht verzichten? Dann entwischen Sie dem schädlichen Ozon in einer Sporthalle oder im Fitness-Studio, denn in Innenräumen ist die Ozonbelastung deutlich geringer.

Leider haben Sie nicht an jedem Urlaubsort die aktuellen regionalen Ozonwerte zur Verfügung. Hier gilt:

Knallt die Sonne hemmungslos vom wolkenlosen Himmel, klettern die Ozonwerte in die Höhe. Die einfachste Anti-Ozon-Regel lautet daher: Training in den kühleren Morgen- oder Abendstunden (vor 10 Uhr oder nach 19 Uhr) - so entgehen Sie auch der großen Hitze. Weitere Maßnahmen: Trainingspensum runterschrauben, lockere Spielsportarten statt verbissenes Ausdauertraining oder Pulsmesser zur Belastungs-Kontrolle.

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